Während der Automarkt in Europa und natürlich auch in Deutschland schwächelt, kann die europäische Autoindustrie große Erfolge in den asiatischen Märkten feiern. Audi zum Beispiel hat alleine im ersten Halbjahr 2010 über 100.000 Autos nach China verkauft. China spielt eine besondere Rolle, den es stellt ungleich den größten Markt in Asien dar. Zudem wächst dort eine breite Mittelschicht heran, die auf die technischen Errungenschaften wie Mobiltelefone und Autos nicht verzichten möchte. Das Automobil gewinnt aber auch als Statussymbol zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklung kommt insbesondere den deutschen Premium-Marken wie Audi und Daimler zugute.
Der eigentliche Boom in der Autoindustrie könnte aber erst noch bevorstehen. Dann nämlich, wenn es den Autobauern gelingt umweltfreundliche Fahrzeuge zu marktfähigen Preisen anzubieten. Gerade die chinesischen Städte haben inzwischen große Probleme mit der Umweltverschmutzung durch die vielen Autos. Alleine in Peking sind derzeit 4,7 Millionen Autos zugelassen. Die Stadt hat mit einem immer stärker werdenden Smog zu kämpfen. Der Umstieg auf Fahrräder ist oftmals keine Lösung, denn die zurück zu legenden Entfernungen sind teilweiße nicht unerheblich. Die Lösung für dieses Dilemma ist, mag man den Zukunftsaussichten der Automobilhersteller Glauben schenken, das Elektroauto.
Den um den meisten Chinesen den Luxus eines Autos zu bieten, müsste die chinesische Wirtschaft noch viel mehr Rohöl importieren, als Sie es ohnehin schon tut. Die Abgase würden die vieler Orts schon heikle Umweltproblematik noch sehr verstärken. Deswegen liegen spritsparende und umweltfreundliche Autos in Asien ganz vorne.
Die meisten Asiaten kaufen das erste Auto ihres Lebens. Doch bereits die jetzt heranwachsende Generation wird Autos als etwas ganz alltägliches empfinden – zumindest in den urbanen Teilen des Landes. Für die europäischen Automobilhersteller bedeutet diese Tatsache jedoch, dass sie sehr gute Qualität zu einem bezahlbaren Preis anbieten müssen. Denn der Asiate interessiert sich kaum für den Listenpreis eines Autos. Er verhandelt und feilscht was der Händler hergibt und führt einen KFZ Versicherungsvergleich durch. Viele Asiaten verdienen, für unsere Verhältnisse, immer noch recht wenig Geld und sind deshalb auf günstige Autos angewiesen.
Um auf den riesigen asiatischen Märkten langfristig zu bestehen, ist also vor allem innovative Technologie notwendig. Es müssen die Eigenarten der asiatischen Käufer berücksichtig werden. Nur wer versteht, was der Autokäufer in China oder Hongkong möchte, der kann auch die richtigen Automodelle anbieten und gute Geschäfte machen.
Durch die niedrigen Lohnkosten in den asiatischen Ländern besteht nach wie vor die Gefahr, dass nicht europäische Hersteller nach Asien exportieren. Sondern dort die Autos für den europäischen Markt gebaut werden.
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