Textilien und Modehandel weltweit, wo wird es produziert, wo wird es verkauft?

Die Produktionen von Textilien befinden sich heute vor allen Dingen in den Entwicklungsländern und genauso in den Schwellenländern. Denn hier sehen die Hersteller ein echtes Sparpotential in den Arbeits- und Lohn-, sowie Standortbedingungen. Überwiegend werden in Fernost und in Osteuropa heutzutage ungefähr 80 Prozent der Bekleidung hergestellt, die in den deutschen Handel kommen und zum Verkauf angeboten werden. Es sind in der heutigen Zeit kaum noch Produktionsstätten in den nördlichen Ländern ansässig, in denen der größte Umsatz im Bereich Jacken, Hosen, Kleider und Co. erzielt wird.

Die globale Verschiebung der Textilherstellung

In den vergangenen 40 Jahren wurden Millionen von Arbeitsplätzen von der Textilindustrie und auch der Bekleidungsindustrie aus den westlichen Industrieländern verlagert. Die Standorte wurden in den Transformations- und Entwicklungsländern komplett neu aufgebaut, da  die dort ansässigen Unternehmen zahlreiche Privilegien erhielten, wie unter anderem die so genannte Freie Exportzone, kurz als FEZ bekannt.

An diesen neuen Standorten werden weiterhin den ansässigen Firmen Subventionen auf Strom und Wasser geboten und ebenso erhalten sie Erlässe bei den Steuern und beim Zoll. Nicht nur diese Dinge und die Infrastruktur wurden geboten, sondern genauso wurde den Textilfirmen oftmals die kostenlose Rückführung ihrer Gewinne in das eigene Heimatland garantiert. Damit sollten die strukturschwachen Länder in vielen Bereichen gefördert werden. Allerdings sind die Erwartungen, die man mit der FEZ verbunden hat, in keinem Land eingetreten, ausgenommen davon ist China.

Die Schnelllebigkeit der Mode

Jeder kennt die Schnelllebigkeit in der Modewelt, waren die Kleider, Blusen, Hemden und Co. in der vergangenen Saison noch der absolute Renner, sind sie in der kommenden Saison bereits die so genannten Ladenhüter. Aus diesem Grund müssen die Textilien immer noch bezahlbar für den Konsumenten bleiben, damit er sich ständig ein neues Outfit leisten kann.

Die Textilien kommen aus aller Herren Länder, kaum findet man noch Kleider, Röcke, Shirts und dergleichen mehr, welche noch im eigenen Land hergestellt wurden. Durch die ständig neuen Trends im Modehandel bleiben die Kollektionen der vorhergehenden Saison oftmals unbeachtet. Allerdings haben sich die Anbieter auch hierauf eingestellt und bieten diese zu Sonderpreisen an. Die beliebteste Einkaufsmeile ist heute die virtuelle Welt, hier finden sich zahlreiche Shops, die des Öfteren die Kunden mit Rabatten anlocken.

Aber auch die Outlets boomen, die in den größeren Städten anzutreffen sind. Hier werden der Kundschaft grundsätzlich attraktive Angebote offeriert. Es wird die Mode für Damen, Herren und Kinder von namhaften Designern in den Outlets verkauft, die oftmals aus der vorhergehenden Saison stammen oder aus Überproduktionen kommen. Besonders gerne werden Anzüge für Männer und Kleider für Damen und Kinder gekauft.

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