Die beiden großen Wirtschaftszonen Amerika und Europa nähern sich immer weiter an. Beide Kontinente haben eine recht gut funktionierende Wirtschaft und in vielen Bereichen arbeitet diese auch zusammen. Man denke nur an die vielen Kooperationen und Tochterunternehmen, als bekanntestes Beispiel seien hier General Motors und Opel genannt. Obwohl die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Amerika und Europa in vielen Bereich gut funktioniert, sieht es in Krisenzeiten nicht immer nach einvernehmlichen Lösungen aus.
Derzeit müssen sich die Finanzminister von Amerika und Europa einiges einfallen lassen, um die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise in den Griff zu bekommen. Einig ist man sich, dass die Banken an den Kosten der Krise über eine Abgabe beteiligt werden sollten. Zumindest die größten Banken würden so eine Abgabe leisten müssen und damit würden sie empfindlich bestraft, so hofft man zumindest. Anders sieht es in Fragen zum Abbau der Staatsverschuldungen aus. Hier wollen Länder, wie Deutschland, auf eine Finanztransaktionssteuer setzen. Leerverkäufe, ein wichtiger Auslöser der aktuellen Krise, sollen verboten werden. Amerika dagegen sträubt sich gegen diese Vorschläge.
Gute Zusammenarbeit könnte gefährdet werden
Auch ergeben sich Probleme aus den teils massiven Kursschwankungen von Euro und US-Dollar. Dadurch ergab sich in den vergangenen Jahren ein schwacher Dollar, der einem starken Euro gegenüber stand. Mittlerweile scheint die Kehrtwende erreicht zu sein, denn spätestens seitdem Griechenland als pleite gilt, ist der Euro doch deutlich geschwächt.
Amerika und Europa halten aber schon seit langem wichtige Wirtschaftsbeziehungen aufrecht, so dass keiner der beiden Wirtschaftsmächte geholfen ist, wenn diese Beziehungen gestört werden, weil die Währungen nicht mehr stabil sind. Aus diesem Grunde diskutiert man auch immer wieder, wenigstens einmal jährlich, auf dem G20 Gipfel, über mögliche Erleichterungen in den wirtschaftlichen Beziehungen.
In diesen Tagen erscheint es, als sei Amerika langsam wieder im Aufwind. Gerade die Autobauer konnten im ersten Halbjahr 2010 wieder deutliche Zuwächse verzeichnen. In Deutschland und Europa stellt sich die Verbesserung der Wirtschaftslage dagegen noch zögerlich ein. Als positiv ist es allerdings zu bewerten, dass wieder mehr Exporte verzeichnet werden können, die helfen sollen, die Wirtschaft in Europa anzukurbeln. Dennoch bleibt noch einiges zu tun, um die während der Krise doch stark geschwächten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Amerika und Europa wieder zu dem Standpunkt zurückzuführen, der vor der Krise bestanden hat. Hier müssen sich beide Seiten erst einmal langsam wieder einander annähern, um langfristig wieder an die einstigen Erfolge anknüpfen zu können. Doch ist dieser Schritt in die richtige Richtung einmal getan, kann man davon ausgehen, dass sich künftig wieder bessere Beziehungen in der Wirtschaft zwischen Amerika und Europa ergeben werden.
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